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Verbannung der Namen

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Die Verbannung der Namen ist eines der bedeutendsten Ereignisse zur Zeit des Krieges von Drachenreiter gegen Abtrünnige.

VorgangBearbeiten

Als die wilden Drachen erkannten, das dreizehn ihrer Artgenossen und ihre Reiter sie auslöschen wollten und das es unwahrscheinlich war, dass sie aufgehalten werden konnten, wirkten sie vor Wut einen unerklärlichen Zauber. Sie bündelten ihre Macht und raubten den Drachen der Abtrünnigen ihre Namen. Der Zauber wirkte so, dass niemand den Namen der dreizehn Drachen aussprechen konnte. Diejenigen, die die Namen kannten, vergaßen sie bald. Und obwohl man die Namen lesen und auch abschreiben kann, wenn mann Schriftzeichen für Schriftzeichen liest, kommen sie einem trotzdem vor wie Kauderwelsch. Sie löschten alles: Geburtsnamen, Wahren Namen, Spitznamen, Familiennamen und Titel. Danach waren die Drachen nur mehr Tiere. Sie konnten nichts über sich selbst denken, da das ja heißen würde, das sie sich benennen. Der Zauber vernichtete alles, was sie zu denkenden Kreaturen machte. Die Abtrünnigen mussten mitansehen, wie ihre Drachen in völliger Unwissenheit versanken. Darüber sind mindestens fünf Drachen und etliche Abtrünnige verrückt geworden. Diese Verbannung der Namen, die in der Alten Sprache Du Namar Aurboda heißt, ist der hauptsächliche Grund dafür, dass die meisten glauben, Drachen seien nichts mehr als exotische Transportmittel.

AusnahmenBearbeiten

Die Drachen verschonten nur Shruikan (weil er Galbatorix nicht freiwillig dient) und Jarnunvösk (weil es ja nicht seine Schuld war, dass er von Urgals umgebracht wurde).

Antikes VorbildBearbeiten

In der antiken Welt, vor allem im alten Rom galt die abolitio nominis (deutsch: Beseitigung der Namen) als besonders schwere Strafe für verhasste Personen. Ziel war es, durch die Tilgung der ihrer Namen aus Dokumenten, die Zerstörung ihrer Abbilder und Bemühungen ihre Namen nicht mehr in der Öffentlichkeit zu erwähnen der Nachwelt keine Möglichkeit zum Andenken an sie zu geben.

Im Gegensatz zu den Drachen waren die Bemühungen in der wirklichen Welt jedoch meist erfolglos. So sind dieverse ägyptische Pharaonen (z. B. Hatschepsut, Tutanchamun), die dieser Praxis zum Opfer vielen, auch der Nachwelt noch ein Begriff. Weitere gescheiterte Beispiele sind die römischen Kaiser Calligula und Nero. In der Moderne gab es derartige Bemühungen im Rahmen der Entstalinisierung. So bekamen zahlreiche Städte, die man nach dem russischen Diktator benannt hatte einen neuen Namen (Stalingrad wurde 1961 zu Wolgograd).

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